Russisch

 

Danksagung für die Gewährung des Erbetenen und für jede göttliche Wohltat

 

Es sei jedem rechtgläubigen Christen bekannt, daß wir in gleicher Weise, wie wir bezüglich aller unserer geistlichen und körperlichen Bedürfnisse heimlich in unserm Kämmerlein und öffentlich in der Kirche Gott als den Geber aller Wohltaten bitten sollen, auch für die Gewährung des Erbetenen und für jede göttliche uns oder überhaupt allen oder einem einzelnen von uns erwiesene Wohltat, jedesmal bei uns selbst und in unserm Kämmerlein immerdar, sowie vor dem Volke öffentlich in der Kirche, Gott als unserm Wohltäter Dank sagen, damit wir nicht undankbar für die uns von Gott erwiesenen Wohltaten erscheinend, wie der trüge und undankbare Diener, der das Talent der Wohltat seines Herrn in der Erde verderben ließ, leiden und sozusagen uns selbst unbarmherzig der uns zugekommenen Wohltat berauben, dazu aber noch der ewigen Bestrafung würdig erfunden werden.

Wenn nun jemand von Gott eine Wohltat erhalten hat, so ist er sofort verpflichtet, zur Kirche seine Zuflucht zu nehmen und den Priester zu bitten, er möge Gott in seinem Namen Dank darbringen und zwar in folgender Weise:
Wenn es zur Zeit der göttlichen Liturgie ist, so folgt nach dem: „
Gesegnet sei das Reich" ... die gewöhnliche Ektenie, und zu dieser wird die Dankektenie hinzugefügt. Dann nach dem (kleinen) Einzug die folgenden Troparien und nach dem Prokimenon des Tages das Dankprokimenon und nach dem Apostel des Tages die Apostellesung der Danksagung. Desgleichen wird nach dem Evangelium des Tages das Evangelium der Danksagung gelesen. Nach dem Evangelium und den gewöhnlichen Ektenien wird die Dankektenie hinzugefügt. Das Kinoniken des Tages, darauf das der Danksagung: "
Ich will singen dem Herrn, der mir wohlgetan hat, und ich singe dem Namen des Herrn, des Allerhöchsten. Alleluja!"
Nach dem Gebete hinter dem Ambon liest der Priester das Dankgebet und man singt die große Doxologie in der Mitte der Kirche, in derselben Weise wie beim Morgengottesdienst. Oder, wenn man will, singt man anstatt der Doxologie den Hymnus:
„Dich, Gott, loben wir"...

Wenn aber keine Liturgie gefeiert wird, sondern die Danksagung nach dem Morgen- oder Abendgottesdienst vollzogen werden soll, so ist folgendes üblich:
Der Priester, mit dem Epitrachilion und Phelonion bekleidet, stellt sich vor den heiligen Altartisch, beräuchert diesen kreuzförmig und beginnt:


Ehre sei der heiligen, einwesentlichen, lebendigmachenden und unteilbaren Dreifaltigkeit allezeit, jetzt und immerdar, und in alle Ewigkeit.
Chor: Amen.

Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. (dreimal)

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.

Allheilige Dreifaltigkeit, erbarme Dich unser. Herr, reinige uns von unseren Sünden. Gebieter, vergib uns unsere Übertretungen. Heiliger, sieh an und heile unsere Schwächen um Deines Namens willen.

Herr, erbarme Dich. (dreimal)
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Priester: Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit.

Chor: Amen.

Lektor: Herr, erbarme dich. (zwölfmal)
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.

Kommt, lasset uns anbeten vor Gott, unserem König.
Kommt, lasset uns anbeten und niederfallen vor Christus, unserem König und Gott.
Kommt, lasset uns anbeten und niederfallen vor Christus selbst, unserem König und Gott.

Psalm 117

Preiset den Herrn, denn er ist gut! Denn in Ewigkeit währt sein Erbarmen! Es sage nun Israel: Er ist gut; denn in Ewigkeit währt sein Erbarmen! Es sage nun das Haus Aaron: Er ist gut; denn in Ewigkeit währt sein Erbarmen! Es sollen alle nun sagen, die den Herrn fürchten: Er ist gut; denn in Ewigkeit währt sein Erbarmen! Aus der Trübsal hab ich gerufen den Herrn; der Herr gab mir Gehör und machte mir Raum. Der Herr ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten, was mir auch tun mag der Mensch. Der Herr ist mein Helfer; ich seh' ohne Furcht meine Feinde. Es ist besser, auf den Herrn zu vertrauen, als sich zu verlassen auf Menschen. Es ist besser, auf den Herrn zu hoffen, als sich zu verlassen auf Fürsten. Alle Heiden umringten mich; aber im Namen des Herrn habe ich ihnen widerstanden. Sie umringten mich rundherum; aber im Namen des Herrn habe ich ihnen widerstanden. Sie umschwirrten mich wie Bienen, und brannten wie Feuer in Dornen; aber im Namen des Herrn habe ich ihnen widerstanden. Man hat mich gestoßen, daß ich umstürzen und fallen sollte; aber der Herr nahm mich auf. Meine Stärke und mein Lob ist der Herr; denn er ward mir zum Heile. Man singt mit Jubel vom Heil in den Hütten der Gerechten. Die Rechte des Herrn hat Großes getan; die Rechte des Herrn hat mich erhöht, die Rechte des Herrn hat Großes getan! Ich werde nicht sterben, sondern leben, und die Werke des Herrn verkünden. Hart gezüchtigt hat mich der Herr, aber dem Tode nicht übergeben. Tut mir auf die Pforten der Gerechtigkeit! Ich will hineingehen, und dem Herrn danken. Das ist die Pforte des Herrn; Gerechte treten hier ein. Ich preise dich, daß du mich erhört hast, und mir geworden bist zum Heile. Der Stein, den die Bauleute verwarfen, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn her ist das geschehen; und es ist wunderbar in unsern Augen. Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; laßt uns frohlocken und fröhlich sein in ihm! O Herr, erlöse mich; o Herr, gib doch Gelingen! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn; wir segnen euch aus dem Hause des Herrn! Der Herr ist Gott, und ist uns erschienen. Haltet einen Festtag mit Sträußen bis an die Hörner des Altars. Mein Gott bist du, dich will ich preisen; du bist mein Gott, ich will dich erheben. Ich will dir danken; denn du hast mich erhört, und bist mir geworden zum Heile. Preiset den Herrn, denn er ist gut; denn in Ewigkeit währt seine Erbarmen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.

Halleluja, Halleluja, Halleluja, Ehre sei dir, o Gott. (Dreimal.)

Diakon:  In Frieden lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Um den Frieden von oben und um das Heil unserer Seelen, lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Um den Frieden der ganzen Welt, um den Wohlbestand der heiligen Kirchen Gottes und um die Einigung aller lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Für dieses heilige Gotteshaus und für jene, die es mit Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht besuchen, lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Für unseren Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen (Name), und für unseren Hochwürdigsten Erz/Bischof (Name), für die ehrwürdige Priesterschaft, den Diakonat in Christus, für den gesamten Klerus und für das Volk, lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Für unser gottbehütetes Land und für jene, die es regieren und schützen lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Um Wohlbeschaffenheit der Luft, um reiches Gedeihen der Früchte der Erde und um friedliche Zeiten lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Für die Reisenden zu Wasser, zu Lande und in der Luft, für die Kranken und die Leidenden, für die Gefangenen und um ihr Heil, lasset uns beten zum Herrn.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Daß er erbarmungsvoll unsere, seiner unwürdigen Diener, Danksagung und Bitte auf seinem überhimmlischen Altare annehmen und sich gnädig unserer erbarmen möge, lasset uns beten zum Herrn.

Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Daß ihm nicht ein Greuel sein möge unsere, seiner unwürdigen Diener, Danksagung, welche wir für die uns von ihm erwiesenen Wohltaten in demütigem Herzen darbringen, sondern daß sie wie wohlduftender Weihrauch und wie fettes Brandopfer ihm angenehm sei, lasset uns beten zum Herrn.

Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Daß er auch jetzt die Stimme unsres, seiner unwürdigen Diener, Flehens erhören und den guten Vorsatz und die Wünsche seiner Gläubigen zum Heile immer erfüllen, und immer als der Gabenreiche uns wohltun, und seine heilige Kirche und jeden seiner treuen Diener nach ihren Bitten beschenken möge, lasset uns beten zum Herrn.

Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Daß er seine heilige Kirche, und seine Diener N. N. und uns alle von aller Trübsal, Bedrängniss, Zorn und Not und von allen sichtbaren und unsichtbaren Feinden erretten, mit Gesundheit, langem Leben und Frieden und mit dem Heer seiner Engel seine Gläubigen immerdar beschützen möge, lasset uns beten zum Herrn.

Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Stehe bei, errette, erbarme dich und wache über uns, o Gott, durch Deine Gnade.
Chor: Herr, erbarme dich.

 

Diakon: Unserer allheiligen, allreinen, hochgelobten und ruhmreichen Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria mit allen Heiligen gedenkend, lasset uns uns selbst und einander und unser ganzes Leben Christus, unserem Gott, anbefehlen.
Chor: Dir, o Herr.

 

Priester: Denn dir gebührt alle Herrlichkeit, Ehre und Anbetung, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar, und in alle Ewigkeit.
Chor: Amen.

 

Diakon: Gott ist der Herr und ist uns erschienen, gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Vers: Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn in Ewigkeit währet seine Gnade.
Vers: Sie umringten mich allenthalben, aber im Namen des Herrn habe ich ihnen widerstanden.
Vers: Ich werde nicht sterben, sondern leben und verkündigen die Werke des Herrn.
Vers: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Dies ist durch den Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen.

 

Troparion, 4. Ton: Dankbar und ob deiner großen uns erwiesenen Wohltaten dich verherrlichend, loben, preisen wir, deine unwürdigen Diener, dich, danken, singen dir, und erheben deine Huld gegen uns, und singen dir demütig und mit Liebe: der du wohltust, unser Erlöser, Ehre sei dir!

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

Kondakion, 3. Ton: Deiner Wohltaten und Gaben ohne Verdienst als unnütze Diener gewürdigt, o Gebieter, bringen wir, zu dir mit Eifer flüchtend, nach unsern Kräften Dank und dich als Wohltäter und Schöpfer verherrlichend, rufen wir aus: Ehre sei dir, gabenreicher Gott!

Jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.

Theotokion, 3. Ton: Gottesgebärerin, der Christen Helferin, wir, deine Diener, die wir deinen Beistand erlangt haben, rufen dankbar zu dir: sei gegrüßt, allreine Gottesgebärerin, Jungfrau, und erlöse uns allezeit aus allen Nöten durch deine Fürbitten, du einzige, die du baldigst beistehst.

 

Diakon: Lasset uns aufmerken! Weisheit! Lasset uns aufmerken!

Lektor: Prokimenon, 4. Ton: Ich will singen dem Herrn, der mir wohlgetan hat, und ich singe dem Namen des Herrn, des Allerhöchsten.

Vers: Freuen wird sich mein Herz, ob deiner Errettung!

 

Diakon: Weisheit.

Lektor: Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser.

Diakon: Lasset uns aufmerken!

 

Brüder; wandelt als Kinder des Lichtes; denn die Frucht des Lichtes zeigt sich in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was wohlgefällig ist dem Herrn, und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, bringt sie vielmehr ans Licht! Denn was von ihnen heimlich geschieht, davon auch nur zu reden, ist beschämend. Alles aber, was ans Licht gebracht wird, wird vom Lichte erhellt; denn alles, was erhellt wird, ist Licht. Darum heißt es: »Wach auf, der du schläfst, von den Toten steh auf, und hell wird erstrahlen dir Christus.« Seid also mit Sorgfalt bedacht, wie ihr wandelt - nicht wie Unweise, sondern wie Weise. Geht wählerisch um mit der Zeit; denn die Tage sind böse. Seid daher nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Berauscht euch nicht mit Wein; in ihm liegt Liederlichkeit; sondern seid erfüllt von Geist, und sprecht zueinander in Psalmen und Hymnen und geistlichen Liedern, und dem Herrn lobsingt und jubiliert in euren Herzen! Sagt allezeit und für alles Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus vor Gott, dem Vater, und seid gefügig einander in der Furcht Christi!
 

Nach der Epistel: Alleluja, dreimal.

Diakon: Weisheit! Aufrecht! Lasset uns hören das heilige Evangelium.
Priester: Friede sei mit euch allen.
Chor: Und mit deinem Geiste.
Priester: Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
Chor: Ehre sei dir, o Herr, Ehre sei dir.
Diakon: Lasset uns aufmerken!
 

In jener Zeit, als Jesus auf ein Dorf zuging, kamen ihm zehn aussätzige Männer entgegen, die von ferne stehen blieben, ihre Stimme erhoben und riefen: »Jesus, Meister, erbarme dich unser!« Er sah sie und sprach: »Geht hin und zeigt euch den Priestern!« Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie rein. Einer von ihnen, der sah, daß er geheilt war, kehrte um, lobte Gott mit lauter Stimme, fiel vor seinen Füßen auf sein Angesicht nieder und dankte ihm. Und der war ein Samariter. Jesus erwiderte: »Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind denn die neun? Hat sich keiner gefunden, der zurückkäme und Gott die Ehre gäbe als dieser Fremde?« Und er sprach zu ihm: »Steh auf und geh. Dein Glaube hat dir geholfen!«

Danach singt der Chor: Ehre sei dir, o Herr, Ehre sei dir.

 

Diakon: Erbarme dich unser, o Gott, nach deiner großen Barmherzigkeit, wir bitten dich: Erhöre uns und erbarme dich.

Chor: Herr, erbarme dich. (dreimal)

 

Diakon: Noch beten wir für unseren Herrn und Vater, den heiligsten Patriarchen (Name), und für unseren Hochwürdigsten Erz/Bischof (Name), und unsere ganze Bruderschaft in Christus.

Chor: Herr, erbarme dich. (dreimal)

 

Diakon: Noch beten wir für unser gottbehütetes Land, und für jene, die es regieren und beschützen, auf daß wir ein stilles und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Lauterkeit.

Chor: Herr, erbarme dich. (dreimal)

 

Diakon: Dankend mit Furcht und Zittern, als unwürdige Diener, deiner Huld, unser Erlöser und Gebieter, Herr, wegen deiner Wohltaten, welche du reichlich auf deine Diener ergossen hast, fallen wir nieder und bringen dir, als unserm Gott, Lobpreisung dar und rufen mit Innigkeit: Erlöse von aller Not deine Diener und erfülle immer als Barmherziger zum Heile die Wünsche unser aller, inständig bitten wir dich, erhöre und erbarme dich!

Chor: Herr, erbarme dich. (dreimal)

 

Diakon: Wie du jetzt gnädig die Gebete deiner Diener erhört, o Herr, und die Huld deiner Menschenliebe gegen sie offenbart hast, so auch in Zukunft uns nicht verachtend, erfülle zu deiner Ehre alle guten Wünsche deiner Gläubigen und zeige an uns allen deine reiche Gnade, unserer Sünden nicht achtend: wir bitten dich, erhöre und erbarme dich!

Chor: Herr, erbarme dich. (dreimal)

 

Diakon: Laß diese unsere Danksagung angenehm wie duftenden Weihrauch und ein fettes Brandopfer vor der Erhabenheit deiner Ehre sein, und sende stets als Freigebiger auf deine Diener deine reichen Gnaden und Erbarmungen herab und erlöse von allen sichtbaren und unsichtbaren Feinden deine heilige Kirche und diese Stadt, und all deinem Volke schenke ein sündloses, langes Leben mit Gesundheit und in allen Tugenden Fortschritt, wir bitten dich, allbarmherziger König, erhöre uns gnädig und bald erbarme dich!

Chor: Herr, erbarme dich. (dreimal)

 

Priester: Erhöre uns, Gott, unser Heiland, du Hoffnung aller Enden der Erde und aller, die da weit auf dem Meere sind, und sei gnädig, sei uns gnädig, o Gebieter, ob unserer Sünden und erbarme dich unser, denn ein barmherziger und menschenliebender Gott bist du, und dir senden wir den Lobpreis empor, dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar, und in alle Ewigkeit.

Chor: Amen.

 

Diakon: Lasset uns beten zum Herrn.

Chor: Herr, erbarme dich.

 

Priester: Herr Jesus Christus, unser Gott, Gott aller Barmherzigkeit und Freigebigkeit, dessen Gnade unermeßlich und dessen Menschenliebe ein unerforschlicher Abgrund ist, niederfallend vor deiner Majestät mit Furcht und Zittern als unwürdige Diener, Dank deiner Huld wegen deiner deinem Diener N. N. erwiesenen Wohlthaten jetzt demütig darbringend, rühmen, loben wir dich als unsern Herrscher und Wohltäter, besingen dich und preisen dich hoch, und niederfallend wieder danken wir, deine unermeßliche und unaussprechliche Barmherzigkeit demütig anflehend, daß, wie du jetzt die Bitten deiner Diener anzunehmen und gnädig zu erfüllen geruhtest, du auch in Zukunft all deine Gläubigen, in Liebe zu dir und dem Nächsten und in allen Tugenden fortschreitend, deine Wohltaten erlangen läßt, deine heilige Kirche und diese Stadt (dieses Dorf oder dieses Kloster) von allem üblen Umstande erlösend, und Frieden und Ruhe ihnen schenkend, und sie würdigend, dir mit deinem anfanglosen Vater und deinem allheiligen und guten und einwesentlichen Geiste, dem in einem Wesen gepriesenen Gott, immerdar Danksagung darzubringen und alles Gute zu sprechen und zu singen:

Ehre sei dir, unserm Wohltäter, in alle Ewigkeit!

Chor: Amen.

 

Darauf singt der Chor die große Doxologie:

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, den Menschen Wohlgefallen. Wir loben dich, wir preisen dich, wir beten dich an, wir rühmen dich und danken dir, denn groß ist deine Herrlichkeit! Herr, himmlischer König, Gott und Vater, Herrscher über das All! Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus und Heiliger Geist! Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser! Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, nimm an unser Gebet! Du sitzest zur Rechten des Vaters, erbarme dich unser! Denn du allein bist der Heilige, du allein bist der Herr, Jesus Christus, zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.
An jedem Tag will ich dich preisen und will deinen Namen loben in Ewigkeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Gewähre, Herr, daß wir diesen Tag frei von Sünden bewahrt bleiben. Gepriesen bist du, Herr, Gott unserer Väter, und gelobt und verherrlicht sei dein Name in Ewigkeit. Amen.
Dein Erbarmen, o Herr,  komme über uns, die wir auf dich gehofft haben.

Gepriesen bist du, Herr, lehre mich deine Satzungen. (Dreimal)
Herr, du warst unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht. Ich habe gesprochen: Herr, erbarme dich meiner, heile meine Seele; denn ich habe wider dich gesündigt! Herr, zu dir habe ich meine Zuflucht genommen: Lehre mich deinen Willen tun; denn Du bist mein Gott. Denn bei dir ist der Quell des Lebens, in deinem Lichte werden wir schauen das Licht. Erhalte deine Gnade denen, die dich kennen.
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme dich unser! (Dreimal)
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, jetzt und immerdar und
in alle Ewigkeit. Amen.
Heiliger Unsterblicher, erbarme dich unser!
Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme dich unser!

 

Wenn man will, singt man anstatt der Doxologie das Loblied des hl. Ambrosius von Mailand:

Dich, Gott, loben wir, dich, unsere Herrn, bekennen wir, dich, den ewigen Vater, rühmt die ganze Erde, dir rufen alle Engel, die Himmel und alle Mächte, dir rufen Cherubim und Seraphim mit nie anhaltender Stimme zu: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Sabaoth! Voll sind Himmel und Erde deiner Herrlichkeit! Dich lobt der Apostel glorreicher Chor, dich lobt der Propheten lobwürdige Zahl, dich lobt der Märtyrer strahlendes Heer. Dich bekennt auf dem ganzen Erdkreis die heilige Kirche; dich, den Vater von unergründlicher Majestät, deinen angebeteten, wahren und einzigen Sohn und den Tröster, den Heiligen Geist; du, Christus, König der Herrlichkeit, du bist der ewige Sohn des Vaters; zu unserer Erlösung hast du die Menschheit angenommen und hast den Schoß der Jungfrau nicht verschmäht. Du hast den Stachel des Todes überwunden und den Gläubigen das Himmelreich erschlossen. Du sitzest zur Rechten Gottes in der Herrlichkeit des Vaters. Du wirst, so glauben wir, als Richter wiederkommen. Darum bitten wir Dich: Hilf deinen Dienern, die du mit deinem kostbaren Blut erkauft hast! Laß uns in deiner ewigen Herrlichkeit mit deinen Heiligen regieren. Rette dein Volk, Herr, und segne dein Erbteil und leite es und erhöhe es in Ewigkeit. Alle Tage preisen wir dich und loben deinen Namen von Ewigkeit zu Ewigkeit. Herr, gib uns, daß wir heute vor jeglicher Sünde bewahrt werden. Erbarme dich unser, Herr, erbarme dich unser. Dein Erbarmen komme über uns, die wir auf dich gehofft haben. Auf dich, Herr, haben wir gehofft, laß uns nicht zuschanden werden in Ewigkeit. Amen.

Nach Schluß des Gesanges spricht der Diakon: Weisheit.

Priester: Allheilige Gottesgebärerin, errette uns.
Chor: Die du ehrwürdiger bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim, die du unversehrt Gott, das Wort, geboren hast, wahrhafte Gottesgebärerin, dich preisen wir hoch.

Priester: Ehre sei dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre sei dir.
Chor: Ehre sei dem Vater und Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen. Herr, erbarme dich. (dreimal) Gib den Segen.

Der Priester macht die gewöhnliche Tagesentlassung: Christus, unser wahrer Gott, möge um der Fürbitten willen seiner allreinen Mutter, unserer ehrwürdigen und gottragenden Väter und aller Heiligen sich unser erbarmen und uns erretten, denn er ist gütig und menschenliebend.

Chor: Amen.

Nach der Entlassung mit der rechten Hand das Volk segnend spricht er:
Der Segen des Herrn komme über euch durch seine Gnade und Menschenliebe allezeit, jetzt und immerdar und in alle Ewigkeit. Amen.
Und nach der heiligen Gewänder gehen sie heim, dankend und singend in ihren Herzen dem Herrn.

[Anläßlich eines Jubiläums oder Festtages kann ein Polychronion gesungen werden:

Diakon: Ein glückliches und friedliches Leben, Gesundheit, Heil und in allem gütigen Beistand gewähre, o Herr, deinem Diener N. und bewahre ihn auf viele Jahre!

Chor: Auf viele Jahre! (Dreimal)]

 

 

Bearbeitet und veröffentlicht von P. Benedikt Schneider