Russisch

 

Akathistos an die allheilige Gottesgebärerin

1. Kondakion
Dir, der für uns kämpfenden Heerführerin, bringen wir, als Deine von den Übeln erlösten Knechte, dankerfüllte Siegeslieder dar, o Gottesgebärerin. Die Du unüberwindliche Macht besitzt, errette uns aus allen Gefahren, auf daß wir Dir zurufen: Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

1. Ikos

Aus oberster Ordnung vom Himmel wurde ein Engel gesandt, um der Gottesmutter zuzurufen: Sei gegrüßt! Und als bei seinem Gruß der Körperlose Dich, Herr, Sich verkörpern sah, geriet er außer Fassung, wankte, doch stand er und rief gefaßt Ihr zu:
Sei gegrüßt, durch Dich wird aufleuchten die Freude; sei gegrüßt, durch Dich wird schwinden der Fluch. Sei gegrüßt, Du Ruf, Aufrichtung des gefallenen Adam; sei gegrüßt, Du Erlösung von den Tränen Evas. Sei gegrüßt, Du Höhe, schwer erklimmbar für Menschenverstand; sei gegrüßt, Du Tiefe, schwer ergründbar auch Engelaugen. Sei gegrüßt, da Du des Königs Thron bist; sei gegrüßt, da Du den Träger des Universums trägst. Sei gegrüßt, Du Stern, der die Sonne bedeutet; sei gegrüßt, Du Mutterleib, da Gott Fleisch annimmt. Sei gegrüßt, durch Dich wird die Schöpfung neu gewirkt; sei gegrüßt, durch Dich werfen wir vor dem Schöpfer uns nieder. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

2. Kondakion

Blickt die Heilige auf sich in ihrer Reinheit, antwortet unbefangen Gabriel: Das Befremdliche, was Du sagst, ist meinem Sinn schwer eingänglich: Denn wie kannst Du von Schwangerschaft reden, die ohne Samen entstand, und rufst noch: Halleluja!

2. Ikos

Christi Geburt, die unerkennbare Erkenntnis zu erkennen, suchte die Jungfrau und rief dem Gottesdiener zu: Sag' mir, wie kann ich den Sohn aus reinem Leib gebären? Der sprach zu ihr, vor Heiligem erbebend, jedoch mit starker Stimme:
Sei gegrüßt, Du Eingeweihte in unsäglichen Ratschluß; sei gegrüßt, Du Vertrauen derer, die in Schweigen bitten. Sei gegrüßt, Du Beginn der Wunder Christi; sei gegrüßt, Du Zusammenfassung Seiner Lehren des Heils. Sei gegrüßt, Du Himmelsleiter, auf welcher Gott herniederstieg; sei gegrüßt, Du Brücke, die führt die Irdischen zum Himmel. Sei gegrüßt, Du Wunder, von Engeln vielverkündet; sei gegrüßt, Du Wunde, von Dämonen vielbeweint. Sei gegrüßt, die Du durch unsägliches Geheimnis das Licht hervorbrachtest; sei gegrüßt, die Du das «Wie» niemanden lehrtest. Sei gegrüßt, die Du der Weisen Wissen übersteigst; sei gegrüßt, die Du den Sinn der im Glauben Treuen erhellst. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

3. Kondakion

Dann überschattete die Kraft des Höchsten zur Empfängnis die Jungfrau, die von keinem Manne wußte, und ihren Leib, reich an Frucht, wies Er als liebliches Feld allen, die das Heil ernten wollen und dabei so singen: Halleluja!

3. Ikos

Empfangen hatte die Jungfrau in Ihrem Leibe Gott und eilte zu Elisabeth. Deren Kind erkannte sogleich der Gottesmutter Begrüßungskuß, und freudig hüpfte es im Mutterleibe, als ob es sänge und Ihr zuriefe:
Sei gegrüßt, Du Zweig, auf welchem aufbricht unverwelkliche Blüte; sei gegrüßt, Du Schatz, in welchem sich findet unsterbliche Frucht. Sei gegrüßt, die Du Gott, den menschenliebenden Ackermann, auf dem Ackerboden Deines Leibes wachsen läßt; sei gegrüßt, die Du den anpflanzt, der unser Leben gepflanzt hat. Sei gegrüßt, Du Flur, wo aufgeht der Barmherzigkeit Fülle; sei gegrüßt, Du Tafel überreich mit Versöhnung gedeckt. Sei gegrüßt, da Du aufsprießen läßt des Paradieses üppige Wiese; sei gegrüßt, da Du den Seelenhafen bereitest. Sei gegrüßt, Du angenehm duftender Weihrauch der Fürbitte; sei gegrüßt, Du Aussöhnung für das ganze All. Sei gegrüßt, Du Wohlgefallen Gottes an den Sterblichen; sei gegrüßt, Du Zugang der Sterblichen zu Gott. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

4. Kondakion

Fluten von zweifelnden Gedanken im Innern rissen den enthaltsamen Josef hinweg. Zu Dir schaute er, die Du von keinem Manne berührt, argwöhnte, Du seiest, Unbefleckte, von verstohlener Liebschaft verführt. Als er aber Deine Empfängnis vom Heiligen Geiste verstand, sagte er: Halleluja!

4. Ikos

Gloria hörten die Hirten die Engel singen, himmlische Hymnen auf das Kommen Christi ins Fleisch. Und eilig gleichsam zum Hirten gekommen, schauen sie Ihn als Lamm unschuldig am Leibe Mariens weiden. Der sangen sie Hymnen und sagten:
Sei gegrüßt, Du Mutter des Hirten und Lammes zugleich; sei gegrüßt, Du Hürde der geistlichen Herde. Sei gegrüßt, Du Schutzwehr gegen unsichtbare Feinde; sei gegrüßt, Du Öffnung der Paradiesespforten. Sei gegrüßt, da der Himmel jubelt mit der Erde; sei gegrüßt, da Irdisches mit Himmlischen tanzt. Sei gegrüßt, Du Mund der Apostel, nimmer verstummt; sei gegrüßt, Du Mut der sich selbst Überwindenden, nimmer besiegt. Sei gegrüßt, Du Stütze, die stark macht den Glauben; sei gegrüßt, Du strahlende Erkenntnis der Gnade. Sei gegrüßt, durch Dich wurde die Unterwelt entblößt; sei gegrüßt, durch Dich zogen wir an der Herrlichkeit Hülle. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

5. Kondakion

Den zu Gott eilenden Stern betrachtend, folgten die Weisen seinem Glänze nach. Sie verfügten als Wegleuchte über den Stern und erkundeten so den über alles verfügenden Herrn. Und als sie den nicht Erreichbaren erreichten, kam Freude über sie, und sie riefen Ihm zu: Halleluja!

5. Ikos

In den Händen der Jungfrau erblickten die Söhne der Chaldäer den, der mit Seiner Hand die Menschen schuf. Und da sie in Ihm den Herrscher erkannten, auch wenn Er angenommen hatte Knechtsgestalt, eilten sie, Ihn mit Geschenken zu ehren und zur Gesegneten zu rufen:
Sei gegrüßt, Du Mutter des Sternes ohne Untergang; sei gegrüßt, Du Schimmer des Tages, da sich das Geheimnis offenbart. Sei gegrüßt, die Du den Flammenofen des Truges löschtest; sei gegrüßt, die Du alle ins Geheimnis der Dreifaltigkeit Eingeweihten erleuchtest. Sei gegrüßt, die Du den menschenhassenden Tyrannen aus der Herrschaft jagst; sei gegrüßt, die Du Christus, den menschenliebenden Herrn und König, zeigst. Sei gegrüßt, die Du erlöst von unvernünftigem Gottesdienst; sei gegrüßt, die Du aus dem Schmutz böser Werke uns reißt. Sei gegrüßt, die Du ein Ende setzt der Feueranbetung; sei gegrüßt, die Du dämpfst die Flamme der Leidenschaften. Sei gegrüßt, Du Führerin der Gläubigen zu maßvollem Leben; sei gegrüßt, Du Wonne aller Menschenkinder. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

6. Kondakion

Jeder der Weisen, nun Gott tragenden Verkünder, kehrte nach Babylon heim. Sie erfüllten die Weissagung und verkündeten Dich als Christus allen. Von ihnen unbeachtet, blieb zurück König Herodes, der geschwätzige Tor, der nicht einmal zu singen wußte: Halleluja!

6. Ikos

Indem Du, Heiland, strahlen ließest in Ägypten der Wahrheit Licht, vertriebst Du der Lüge Dunkel. Denn die falschen Götter dort ertrugen Deine Stärke nicht und stürzten. Die vom Götzendienst Erlösten aber riefen zu der Gottesmutter:
Sei gegrüßt, Du Wiederaufrichtung der Menschen; sei gegrüßt, Du Sturz der Dämonen. Sei gegrüßt, die Du den Irrwahn des Truges niedergetreten; sei gegrüßt, die Du der falschen Götter Fallgrube aufdecktest. Sei gegrüßt, Du Meer, das den Pharao dieser Welt verschlang; sei gegrüßt, Du Felsen, der Du Lebensdurst stilltest. Sei gegrüßt, Du Feuersäule, Wegweiser für die im Dunkel; sei gegrüßt, Du schirmender Schutz für die Welt, weiter gespannt als die Wolke, die Israel deckte. Sei gegrüßt, Du neue MannaSpeise; sei gegrüßt, Du Dienerin bei heiligem Festmahl. Sei gegrüßt, Du Land der Verheißung; sei gegrüßt, Milch und Honig fließen aus Dir. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

7. Kondakion

Lenken wollte seine Schritte der greise Simeon aus dieser trügerischen Zeit, da wurdest Du, ein neugeborenes Kind, vor ihn gebracht, er aber erkannte Dich als vollkommenen Gott. Deswegen staunte er über Deine unaussprechliche Weisheit und rief aus: Halleluja!

7. Ikos

Makellose neue Schöpfung zeigte der Schöpfer und machte sie uns sichtbar, die wir durch Ihn geworden. Er ließ sie aufgehen aus unbesätem Mutterleib und bewahrte diesen unversehrt wie vordem, damit wir dies Wunder schauen, sie preisen und rufen:
Sei gegrüßt, Du Blume der Unverweslichkeit; sei gegrüßt, Du Krone enthaltsamen Lebens. Sei gegrüßt, aus Dir leuchtet sichtbar Auferstehung auf; sei gegrüßt, Du läßt das Leben der Engel uns schauen. Sei gegrüßt, Du Baum mit prangender Frucht, der Glaubenstreue nährt; sei gegrüßt, Du Lebensholz mit schattigem Laube, welches viele unter sich birgt. Sei gegrüßt, die im Leibe Du birgst der Eingekerkerten Befreier; sei gegrüßt, die zur Welt Du bringst Den, der die Irrenden führt auf den Weg. Sei gegrüßt, Du Bitte, deren Reinheit den gerechten Richter rührt; sei gegrüßt, Du Vergebung für viele, die vom Bösen waren verführt. Sei gegrüßt, Du Schutzkleid, Du gibst den Nackten Mut; sei gegrüßt, Du Zärtlichkeit, Du besiegst die begehrende Glut. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

8. Kondakion

Nie zuvor geschaute, fremde Geburt wir sehen, laßt uns fremd werden der Welt, lenken wir unseren Sinn zum Himmel: Denn darum erschien der Höchste auf Erden, gering in Menschengestalt, daß Er ziehe zu Seiner Höhe, die zu Ihm rufen: Halleluja!

8. Ikos

Ohne von der oberen Welt entfernt zu sein, war Er ganz und gar ins Niedrige gekommen, Gott, das unbeschreibliche Wort. Denn Herabkunft Gottes und nicht räumliche Entfernung war es, Geburt aus der Jungfrau, welche Gott empfing und solches vernahm:
Sei gegrüßt, Du Raum des über den Raum erhabenen Gottes; sei gegrüßt, Du Tor für das verehrte Geheimnis. Sei gegrüßt, Du zweifelhafte Kunde der Ungläubigen; sei gegrüßt, Du Ruhm ohne Zweifel den Gläubigen. Sei gegrüßt, Du allerheiligster Wagen Des, der über den Cherubim thront; sei gegrüßt, Du vorzügliches Gemach Des, der über den Seraphim thront. Sei gegrüßt, die Du die Gegensätze zu Einem zusammenführst; sei gegrüßt, die Du Jungfräulichkeit und Mutterschaft vereinigst. Sei gegrüßt, durch Dich wurde aufgehoben der Sündenfall; sei gegrüßt, durch Dich ist geöffnet das Paradies für uns alle. Sei gegrüßt, Du Schlüssel zu Christi Königreich; sei gegrüßt, Du Hoffnung der ewigen Güter. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

9. Kondakion

Die ganze Himmelswelt der Engel staunte sehr über Deiner Menschwerdung gewaltiges Werk. Denn den als Gott Unnahbaren sahen sie als allen nahbaren Menschen. Mit uns teilte Er Sein Leben, hörte aber von allen Menschen und Engeln: Halleluja!

9. Ikos

Die wortreichen Redner sehen wir stumm wie Fische vor Dir, o Gottesgebärerin. Denn sie vermögen nicht zu sagen, wie Du Jungfrau bleibst und doch Mutter zu werden vermochtest. Wir aber staunen vor dem Geheimnis und rufen laut im Glauben:
Sei gegrüßt, Du Gefäß der Weisheit Gottes; sei gegrüßt, Du Schatzkammer Seiner Vorsehung. Sei gegrüßt, die Du weise Philosophen als Unweise zeigst; sei gegrüßt, da Sprachkundige Du als unfähig zum Sprechen erweist. Sei gegrüßt, da die gewaltigen Denker zu Narren wurden; sei gegrüßt, da die Fabeldichter dahinwelkten vor Dir. Sei gegrüßt, die Du zerreißt der Athener Lügennetze; sei gegrüßt, die Du füllst der Fischer Netze. Sei gegrüßt, die Du herausführst aus der Tiefe der Unwissenheit; sei gegrüßt, die Du viele erleuchtest mit Erkenntnis. Sei gegrüßt, Du Schiff derer, die gerettet werden wollen; sei gegrüßt, Du Hafen derer, die das Meer des Lebens durchfahren. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

10. Kondakion

Retten will die Welt, Der alles schuf, der Weltenordner, Er kam zur Welt aus eignem Willen, und da Er als Gott der Hirte ist, erschien Er um unseretwillen als Mensch nach unserer Art, denn Der durch Gleiches das Gleiche berief, hört nun als Gott: Halleluja!

10. Ikos

Schützende Mauer für Jungfrauen bist Du, Gottesmutter und Jungfrau, auch für alle, die zu Dir fliehen. Denn der Schöpfer des Himmels und der Erden bereitete Dich, Du Reine, nahm Wohnung in Deinem Schöße und lehrte alle, zu Dir zu rufen:
Sei gegrüßt, Du Ehrenmal der Jungfräulichkeit; sei gegrüßt, Du Tor des Heils. Sei gegrüßt, Du Anführerin geistiger Neuschöpfung; sei gegrüßt, Du Spenderin göttlicher Güte. Sei gegrüßt, denn Du hast wiedergeboren die in Schande Empfangenen; sei gegrüßt, denn Du brachtest die der Vernunft Beraubten zur Vernunft. Sei gegrüßt, die Du vernichtest den Verderber der Sinne; sei gegrüßt, die Du gebierst den Erzeuger der Reinheit. Sei gegrüßt, Du Brautgemach der Vermählung ohne Bräutigam; sei gegrüßt, die Du die Gläubigen mit dem Herrn verbindest. Sei gegrüßt, Du edle Erzieherin der Jungfrauen; sei gegrüßt, Du Brautführerin heiliger Seelen. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

11. Kondakion

Kein Lobgesang, der sich bemüht, sie darzulegen, kommet gleich der Fülle Deiner vielen Erbarmungen: Selbst wenn wir auch Lieder an Zahl dem Sande gleich darbrächten, heiliger König, nichts würden wir vollbringen, würdig dessen, das Du uns gabst, die wir zu Dir rufen: Halleluja.

11. Ikos

Als lichtbringenden Leuchter, der denen in der Finsternis erschien, sehen wir die heilige Jungfrau; denn indem sie das nicht irdische Licht anzündet, führt sie alle zur göttlichen Erkenntnis, mit Glanz erleuchtet sie den Verstand und wird mit dem Zuruf geehrt:
Sei gegrüßt, Du Strahl der geistigen Sonne; sei gegrüßt, Du Lichtpfeil aus nie dunkelndem Glanz. Sei gegrüßt, Du Blitz, der die Seelen erhellt; sei gegrüßt, wie Donner fällst Du die Feinde. Sei gegrüßt, Du läßt aufgehn lichtreiche Erleuchtung; sei gegrüßt, Du läßt aufquellen reichfließenden Strom. Sei gegrüßt, Du zeichnest das Bild uns vom künftigen Brunnen des Lebens; sei gegrüßt, Du wäschst weg den Schmutz unseres sündigen Strebens. Sei gegrüßt, Du Becken, das reinwäscht unser Gewissen; sei gegrüßt, Du Krug, der mischt unsern Jubel wie Wein. Sei gegrüßt, Du Dufthauch von Christi Wohlgeruch; sei gegrüßt, Du heiteres Leben bei Gottes mystischem Freudenmahl. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

12. Kondakion

Verirrung von Anbeginn nun gnädig zu vergeben, beschloß Er, Der die Schulden aller Menschen bezahlt. Er nahm Wohnung nach Seinem Willen bei denen, die Seiner Gnade fern. Den Schuldschein zerriß Er und hört nun von allen: Halleluja!

12. Ikos

Wenn wir Dein Gebären besingen, preisen wir alle Dich, Gottesmutter, als lebendigen Tempel. Denn in Deinem Schöße hat Wohnung genommen der Herr, Dessen Hand das All zusammenhält, und Er heiligte, verherrlichte, lehrte alle, zu Dir zu rufen:
Sei gegrüßt, Du Stiftshütte Gottes und des Wortes; sei gegrüßt, Du Heilige, erhabener als die Heiligen. Sei gegrüßt, Du Lade des Bundes, golden vom Geist; sei gegrüßt, Du Schatzkammer unerschöpflichen Lebens. Sei gegrüßt, Du kostbares Diadem Gott fürchtender Herrscher; sei gegrüßt, Du Ehre und Ruhm ehrfürchtiger Priester. Sei gegrüßt, Du unerschütterlicher Wehrturm der Kirche; sei gegrüßt, Du unüberwindliche Mauer Seines Reichs. Sei gegrüßt, durch Dich werden Siegeszeichen errichtet; sei gegrüßt, durch Dich stürzen Feinde zu Boden. Sei gegrüßt, Du Heilung meines Leibes; sei gegrüßt, Du Heil meiner Seele. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

13. Kondakion

Zu Dir, von allen Geschöpfen gepriesene Mutter, die geboren hat das für alle Heiligen heiligste Wort, zu Dir, die annimmt unsere Gabe nun, flehen wir: Von allem Unglück erlöse uns und von der künftigen Strafe alle befreie, die zu Dir rufen: Halleluja!
Dieser Kondakion wird dreimal gesprochen.


1. Ikos

Aus oberster Ordnung vom Himmel wurde ein Engel gesandt, um der Gottesmutter zuzurufen: Sei gegrüßt! Und als bei seinem Gruß der Körperlose Dich, Herr, Sich verkörpern sah, geriet er außer Fassung, wankte, doch stand er und rief gefaßt Ihr zu:
Sei gegrüßt, durch Dich wird aufleuchten die Freude; sei gegrüßt, durch Dich wird schwinden der Fluch. Sei gegrüßt, Du Ruf, Aufrichtung des gefallenen Adam; sei gegrüßt, Du Erlösung von den Tränen Evas. Sei gegrüßt, Du Höhe, schwer erklimmbar für Menschenverstand; sei gegrüßt, Du Tiefe, schwer ergründbar auch Engelaugen. Sei gegrüßt, da Du des Königs Thron bist; sei gegrüßt, da Du den Träger des Universums trägst. Sei gegrüßt, Du Stern, der die Sonne bedeutet; sei gegrüßt, Du Mutterleib, da Gott Fleisch annimmt. Sei gegrüßt, durch Dich wird die Schöpfung neu gewirkt; sei gegrüßt, durch Dich werfen wir vor dem Schöpfer uns nieder. Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

1. Kondakion

Dir, der für uns kämpfenden Heerführerin, bringen wir, als Deine von den Übeln erlösten Knechte, dankerfüllte Siegeslieder dar, o Gottesgebärerin. Die Du unüberwindliche Macht besitzt, errette uns aus allen Gefahren, auf daß wir Dir zurufen: Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

 

 

Bearbeitet und veröffentlicht von P. Benedikt Schneider